Häufig gestellte Fragen
Allgemein
Yoga und Gesundheit
Yoga und Ernährung
Yoga und Spiritualität
Allgemein
- Was ist Yoga?
- Was macht man bei Yoga?
- Muss ich bei Yoga im Kreis sitzen und komische esoterische Texte singen?
- Welche Voraussetzungen hat Yoga?
- Ich bin eher unbeweglich. Kann ich Yoga machen?
- Heute macht schon fast jeder Yogavideos. Wozu soll ich in einen Yogaunterricht gehen?
- Ich kann heute Yoga in jedem Fitness Studio machen. Warum soll ich in ein Yoga Studio gehen?
- Wie finde ich den/die richtige/n Lehrer/in?
- Es gibt so viele Yogastile. Welcher ist der richtige?
- Yoga machen nur Frauen.
- Yoga ist ein Modetrend, der auch bald wieder out ist.
Zum Anfang der Seite
Yoga und Gesundheit
- Ich bin gesund und fühle mich wohl. Warum soll ich Yoga machen?
- Kann ich Yoga machen, wenn ich die Regel habe?
- Kann ich Yoga machen, wenn ich Fieber habe?
- Ich habe Rückenbeschwerden. Kann ich Yoga machen?
- Ich habe Kniebeschwerden. Kann ich Yoga machen?
- Ich bin sehr gestresst. Hilft mir Yoga?
- Ich bin sehr unruhig und kann nicht stillsitzen. Soll ich es mit Yoga probieren?
- Ich habe hohen Blutdruck. Kann ich Yoga machen?
- Ich leide unter burn-out und/oder Depressionen. Kann mir Yoga helfen?
Zum Anfang der Seite
Yoga und Ernährung
Zum Anfang der Seite
Yoga und Spiritualität
Zum Anfang der Seite
Was ist Yoga?
Yoga ist ein Zustand und ein Weg. Yoga ist Wachstum:
körperliches Wachstum (Kraft und Beweglichkeit),
psychisches Wachstum (Ruhe und Ausgeglichenheit) und
geistiges Wachstum (Erkenntnis unserer Selbst). Yoga
schafft Raum: Raum in der Wirbelsäule; zwischen den
einzelnen Muskelfasern, Knochen und Gelenken; zwischen
Zweifel und Vorstellungen; zwischen Emotionen und
Reaktionen; und am wichtigsten, zwischen den Ohren. Dieser
neue Raum inspiriert uns und lässt uns neue Einsichten
gewinnen. Der Weg dorthin ist Üben; beharrliches,
konzentriertes Üben.
Wie so häufig, gibt es viele Wege zum Ziel. Ein
klassischer, in den Yogasutren von
Patanjali beschriebener Weg ist ashtanga, der
8-stufige oder 8-gliedrige Pfad des Raja Yoga
(nicht zu verwechseln mit Ashtanga
Vinyasa Yoga, einem einflußreichen und aktuell
populären Yogastil). Dieser besteht aus acht, aufeinander
aufbauende Stufen, die den Yogi vom Groben zum Feinen, vom
Körper zum Geist schulen und voranschreiten lassen. Die
ersten zwei aktiven Stufen sind Asana,
Körperhaltungen, und Pranayama, Atemübungen. Diese
beiden Stufen werden typischer Weise in unseren Breiten
unterrichtet, so auch in meinen Stunden.
Zum Anfang der Seite
Was macht man bei Yoga?
In der ersten Zeit körperliche fordernde Übungen, je
nach individuellen Bedürfnissen, mit Fokus auf einer
koordinierten Atmung. Dadurch wird der Körper gekräftigt
und gedehnt, und die Schüler lernen, mit dem Werkzeug
Körper umzugehen.
Wer Lust und vor allem Zeit hat, sich tiefer auf Yoga
einzulassen, legt in weiterer Folge eine stärkeren Fokus
auf die Schulung von Atmung, Aufmerksamkeit und
Konzentration. Dies dauert allerdings eine Weile; Rom wurde
auch nicht an einem Tag erbaut.
Zum Anfang der Seite
Muss ich bei Yoga im Kreis sitzen und komische esoterische Texte singen?
Um Gottes Willen nein, außer es macht Ihnen besonderen Spaß. Stille Meditation oder das Rezitieren von Mantren sind sehr fortgeschrittene Praktiken, die Anfängern wenig bringen. Salopp formuliert muss ich zuerst einmal lernen, aufrecht zu sitzen, bevor ich derartige Dinge probieren kann. Für fast alle von uns, die zuletzt als Kind frei gesessen sind, ist das ziemlich schwierig und wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Vielleicht werden Sie bis dahin neugierig, vielleicht auch nicht.
Zum Anfang der Seite
Welche Voraussetzungen hat Yoga?
Wenige. Sie sollten keine akuten, schweren Verletzungen
und kein Fieber haben. Für den Yogaunterricht benötigen sie
bequeme, nicht zu weite Sportkleidung, idealerweise eine
rutschfeste Hose, und Ihr Magen sollte nicht zu voll sein.
Motivation und die Bereitschaft, von Ihrem Lehrer bzw.
Ihrer Lehrerin zu lernen, schaden ebenfalls nicht.
Ihre Beweglichkeit und Ihr Trainingszustand sind
gleichgültig. Wenn Sie bereit sind, sich auf eine
Yogapraxis einzulassen, wird sich beides entwickeln.
Wichtig ist, dass Sie Yoga niemals mit Leistungssport
verwechseln. Sie üben ausschließlich für sich, für niemand
anderen. Es gibt keinen Wettkampf, in dem der/die beste
Yogi/n gekürt wird.
Zum Anfang der Seite
Ich bin eher unbeweglich. Kann ich Yoga machen?
Selbstverständlich! Beweglichkeit ist keine
Voraussetzung für Yoga, die kommt von alleine, wenn Sie
bereit sind, einigermaßen regelmäßig zu üben. Wichtig sind
nur etwas Motivation und die Bereitschaft, von Ihrem Lehrer
bzw. Ihrer Lehrerin zu lernen. Viel wichtiger als die
Fähigkeit zur Akrobatik - die als Selbstzweck sowieso
keinen Platz im Yoga hat - ist die Fähigkeit, die eigenen
Grenzen zu erspüren und an diesen Grenzen zu arbeiten.
Das ist für die meisten von uns Steifheit; für die sehr
Beweglichen unter uns hingegen ist es oft mangelnde
Spannung. In meiner Erfahrung ist es sogar wesentlich
leichter, steife Schüler zu unterrichten, da diese über
(zuviel) Körperspannung verfügen, als sehr bewegliche
Schüler. Letztere müssen oft sehr hart arbeiten, um
angemessene Körperspannung in den einzelnen Haltungen
aufzubauen.
Zum Anfang der Seite
Heute macht schon fast jeder Yogavideos. Wozu soll ich in einen Yogaunterricht gehen?
Videos sind eine wertvolles Medium, um komplexe, schwer
beschreibbare Information zu transportieren. Doch auch ein
Video erlaubt nur einen teilweisen und einseitigen
Informationsfluss, ohne Möglichkeit zur Rückfrage und
kompetenten Korrektur. Selbst einfache Asanapraxis
(Körperhaltungen) kann - wenn sie nicht anatomisch und
physiologisch korrekt ausgeführt wird - auf Dauer zu
Überlastungserscheinungen und - im schlimmsten Fall -
schweren Verletzungen führen.
Es ist daher kein Zufall, dass Yoga seit über 5000 Jahren
von Lehrern an Schüler weitergegeben wird. Nur so kann
sichergestellt werden - selbstverständlich nur dann, wenn
der Lehrer bzw. die Lehrerin auch kompetent ist - dass Yoga
in seiner ganzen Komplexität vermittelt werden kann.
Zum Anfang der Seite
Ich kann heute Yoga in jedem Fitness Studio machen. Warum soll ich in ein Yoga Studio gehen?
Das Yogastudio bietet alle Vorteile der Spezialisierung.
Im Regelfall sind in Yogastudios alle Hilfsmittel
(Yogamatten, Klötze, Gurte, Kissen, Bänke, etc.) vorhanden,
und es wird nach einem Kurssystem unterrichtet, das eine
kohärenten Unterricht in homogenen Gruppen möglich macht.
Im Regelfall sind die Verdienstmöglichkeiten im Yogastudio
wesentlich besser (außer es handelt sich um einen
hypermarktähnlichen Massenbetrieb), weshalb die Lehrer sich
laufend fortbilden können und möglicherweise höher
motiviert und besser qualifiziert sind.
Wenn Sie auf all diese Dinge keinen Wert legen, sind Sie in
einem Fitness Studio sehr gut aufgehoben. Wenn nicht,
suchen Sie sich ein Yogastudio, das Ihnen zusagt.
Zum Anfang der Seite
Wie finde ich den/die richtige/n Lehrer/in?
Durch Suchen und Ausprobieren. Yoga wird seit über 5000
Jahren von Lehrern an Schüler weitergegeben. Aufgabe des
Lehrers ist, nach bestem Wissen den Schüler auf seinem
Yogaweg zu begleiten und voranschreiten zu lassen. Aufgabe
des Schülers ist, dieses Angebot anzunehmen. Ganz
entscheidend sind dabei persönliche Sympathie und Vertrauen
in die Kompetenz des Lehrers bzw. der Lehrerin.
Ich persönlich hatte bislang bestimmt ein Dutzend Lehrer;
von jedem dieser Lehrer habe ich profitiert, wenn auch
nicht im selben Ausmaß. Heute glaube ich zu wissen, von wem
ich im Augenblick profitieren kann. Es ist durchaus
möglich, dass ich in ein paar Jahren ganz anders darüber
denke.
Zum Anfang der Seite
Es gibt so viele Yogastile. Welcher ist der richtige?
Der für Sie passt. Es gibt in der Tat sehr viele Stile
und das ist auch gut so. Wir alle sind unterschiedlich,
haben unterschiedliche Körperproportionen,
Erfahrungen und Bedürfnisse. Ein guter Unterricht sollte -
soweit das in einer Gruppe möglich ist; Einzelunterricht
wird für die meisten von uns zu teuer sein - auf diese
Vielfalt eingehen können. Wenn Sie das Gefühl haben, dass
Sie das in Ihrem Unterricht bekommen, dann sind Sie
vermutlich sehr gut aufgehoben.
Wenn Sie neugierig sind und Zeit haben, probieren Sie ein
bisschen herum, schauen Sie sich unterschiedliche Stile und
Lehrer bzw. Lehrerinnen an. Vielleicht entdecken Sie etwas
Neues, das Ihnen in diesem Moment mehr zusagt.
Zum Anfang der Seite
Yoga machen nur Frauen.
Stimmt nicht. Es ist gar nicht so lange her, dass Yoga
ausschließlich Männern vorbehalten war. Eine der
radikalsten Neuerungen Sri
Krishnamacharyas war, dass er auch Frauen Anfang des
20. Jahrhunderts in Yoga unterwiesen hat.
Allerdings scheint es in unserer Kultur tatsächlich so zu
sein, dass Frauen wesentlich eher bereit sind, neue Dinge
auszuprobieren. In meiner Erfahrung entwickeln aber die
wenigen Männer, die sich auf Yoga einlassen, oft eine sehr
große und dauerhafte Begeisterung (ich bin das beste
Beispiel).
Zum Anfang der Seite
Yoga ist ein Modetrend, der auch bald wieder out ist.
Gut möglich. Allerdings gibt es Yoga schon seit mehreren tausend Jahren und es wird wohl – Hype hin, Hype her – noch eine ganze Weile weiterexistieren, solange Yogi/ns von dieser Praxis profitieren. Nur weil plötzlich jedes Model und jeder Schauspieler, die etwas auf sich halten, auf Yoga machen, ändert das nichts am Wert der Yogapraxis. Im übrigen ist mir dies als Yogalehrer durchaus sehr angenehm, da die "Promis" dadurch viel Werbung für Yoga machen.
Zum Anfang der Seite
Ich bin gesund und fühle mich wohl. Warum soll ich Yoga machen?
Auch wenn es vielfältige therapeutische Anwendungen von Yoga gibt, wendet sich Yoga grundsätzlich an Gesunde. Wenn Sie gesund und beschwerdenfrei sind, können Sie durch die Yogapraxis eine deutlich verbesserte Lebensqualität erlangen.
Zum Anfang der Seite
Kann ich Yoga machen, wenn ich die Regel habe?
Ja, mit Einschränkungen. An den ersten zwei Tagen der
Regel sollten anstrengende physische Übungen und alle
intensiven Atemübungen vermieden werden. Es gibt eine Reihe
von Körperhaltungen, die für dies Zeit empfohlen sind und
eventuelle Regelbeschwerden mindern helfen.
Ab dem dritten Tag kann die Yogapraxis wieder langsam
intensiviert werden.
Zum Anfang der Seite
Kann ich Yoga machen, wenn ich Fieber habe?
Nein. Wenn wir Fieber haben, können wir unseren Körper und Heilungsprozess am besten unterstützen, indem wir uns Ruhe gönnen. Physische Anstrengungen sollten daher unbedingt vermieden werden! Es gibt aber eine spezielle Atemtechnik im Yoga, die kühlend und damit fiebersenkend wirkt. Diese wird bei Fieber empfohlen.
Zum Anfang der Seite
Ich habe Rückenbeschwerden. Kann ich Yoga machen?
Ja. Sehr viele von uns haben Rückenbeschwerden, v.a. im
Nacken und im unteren Rücken, da wir zu viel sitzen und uns
zu wenig bewegen. Die Yogapraxis schult das Körperempfinden
und lehrt uns einfache Grundprinzipien, wie wir unseren
Rücken entlasten können. Darüber hinaus gibt es eine
Vielzahl spezieller Körperübungen, die stabilisierend und
ausgleichend wirken. Ein entsprechend qualifizierter Lehrer
bzw. eine entsprechend qualifizierte Lehrerin kann Ihnen
hier sehr effektiv helfen.
Nota bene: Ich hatte sogar schon einen
Bandscheibenvorfall im unteren Rücken. Dank einer
entsprechend modifizierten Yogapraxis habe ich diese
Beschwerden völlig in den Griff bekommen. Heute kann ich
völlig beschwerdefrei üben und auch z.B. extreme Rückbeugen
machen.
Zum Anfang der Seite
Ich habe Kniebeschwerden. Kann ich Yoga machen?
Ja. Das Knie ist eines der am stärksten beanspruchten
Gelenke in unserem Körper mit dem viele von uns Probleme
haben. Die Yogapraxis schult das Körperempfinden und lehrt
uns einfache Grundprinzipien, wie wir die Beanspruchung des
Kniegelenks verringern können. Darüber hinaus gibt es eine
ganze Reihe spezieller Körperübungen, die stabilisierend
und ausgleichend wirken. Ein entsprechend qualifizierter
Lehrer bzw. eine entsprechend qualifizierte Lehrerin kann
Ihnen hier sehr effektiv helfen.
Nota bene: Auch ich hatte zu Beginn meiner
Yogapraxis starke Kniebeschwerden. Heute sind diese
komplett verschwunden, und ich kann wieder alle Sportarten
völlig beschwerdefrei ausüben.
Zum Anfang der Seite
Ich bin sehr gestresst. Hilft mir Yoga?
Ja. Einfach gesagt kann ich Stress verbrennen und/oder die Entstehung von Stress an der Wurzel beeinflussen. Stress wird sehr effektiv durch intensive körperliche Anstrengung verbrannt, etwa durch Ausdauersport oder eine körperlich sehr fordernde Yogapraxis. Eine geeignet Yogapraxis kann aber mehr: Sie stabilisiert auch das autonome (unwillkürliche) Nervensystem. Dadurch kann die Entstehung von negativem Stress verringert werden. Ein entsprechend qualifizierter Lehrer bzw. eine entsprechend qualifizierte Lehrerin kann Ihnen ein geeignetes Übungsprogramm vermitteln.
Zum Anfang der Seite
Ich bin sehr unruhig und kann nicht stillsitzen. Soll ich es mit Yoga probieren?
Ja. Vermutlich wird es für Sie zu Beginn wichtig sein, das aktuell unangenehme Anspannungsniveau zu reduzieren. In einem zweiten Schritt sollten Sie versuchen, an die Wurzeln der Anspannung heranzukommen und deren Entstehung entgegenwirken. Eine geeignete Yogapraxis kann Ihnen bei beiden Schritten sehr helfen.
Zum Anfang der Seite
Ich habe hohen Blutdruck. Kann ich Yoga machen?
Ja. Geeignete Körper- und Atemübungen haben eine sehr positive, ausgleichende bzw. stabilisierende Wirkung auf unseren Kreislauf. Ein entsprechend qualifizierter Lehrer bzw. eine entsprechend qualifizierte Lehrerin kann Ihnen ein entsprechend angepasstes Übungsprogramm vermitteln.
Zum Anfang der Seite
Ich leide unter burn-out und/oder Depressionen. Kann mir Yoga helfen?
Ja. In beiden Zuständen ist unser Energieniveau extrem niedrig und wir fühlen uns absolut ekelhaft in unserer Haut. Vorausgesetzt wir bringen die Kraft dazu auf, kann uns eine entsprechende Yogapraxis helfen, wieder ein positiveres Körpergefühl zu entwickeln, unser Energieniveau anzuheben und Anspannung bzw. Stress nachhaltig abzubauen. Dazu ist ein entsprechend angepasstes Übungsprogramm nötig, welches Ihnen ein entsprechend qualifizierter Lehrer bzw. eine entsprechend qualifizierte Lehrerin vermitteln kann.
Zum Anfang der Seite
Muß ich Vegetarier sein, um Yoga praktizieren zu können?
Nein. Sie können nur Schnitzel, Schweinsbraten und
Schmalzbrot essen, wenn es Ihnen schmeckt und gut tut.
Doch ernsthaft: Es gibt eine asketische und eine
tantristische Yogatradition. Wie der Name schon sagt, hat
in der asketischen Tradition der Verzicht einen zentralen
Stellenwert. Im Gegensatz dazu kennt der Tantrismus sowohl
Fleisch- als auch Alkoholkonsum.
Wenn Sie regelmäßig Yoga praktizieren, kann die
resultierende feinere Körperwahrnehmung dazu führen, dass
Sie auf bestimmte Speisen sensibler reagieren und sie Ihnen
vielleicht nicht mehr schmecken. Ich z.B. esse sehr gerne
eine Käsekrainer oder auch ab und zu Junk Food. Allerdings
spüre ich inzwischen stärker, dass meine Verdauung und mein
Organismus dann mehr zu arbeiten haben.
Zum Anfang der Seite
Ist Yoga eine Sekte?
Nein, außer sie möchten eine daraus machen. Yoga ist
eine Technik bzw. eine Menge von Techniken, die uns
ermöglichen soll, zu wachsen und unser wahres Selbst zu
erkennen. Was letzteres ist, kann ich nicht sagen, nachdem
ich es bislang noch nicht kennen gelernt habe und es
angeblich auch nur erlebt, nicht beschrieben werden kann.
Die meisten der Techniken, die für Menschen wie uns, die
einen westlichen Lebensstil leben, relevant sind, haben
keinerlei spirituelle Komponente. Erst in einem sehr
fortgeschrittenen Stadium des Yogawegs kann die
Beschäftigung mit Gott zu einem Thema werden, doch kann und
soll dies in jeder Konfession erfolgen (siehe auch nächste Frage), entsprechend der
kulturellen Prägung des/der Yogi/ns.
Zum Anfang der Seite
Muss ich Buddhist oder Hindu sein, um Yoga machen zu können?
Nein. Die typische, westliche Yogapraxis enthält
keinerlei spirituelle Elemente. Erst in einem sehr
fortgeschrittenen Stadium kann Yoga durch die intensive
Schulung von Geist auch zu einer spirituellen Praxis
werden. Wie T.K.V.
Desikachar in seinem wunderbaren Buch "Health,
Healing, and Beyond: Yoga and the Living Tradition of
Krishnamacharya" (deutsche
Übersetzung) über das Leben und die Lehren seines
Vaters Sri
Krishnamacharya ausführt, gibt es keinen Grund und wäre
es auch völlig widersinnig, in einer kulturfremden Form
religiöse Praktiken auszuüben (wie ich Desikachar
überhaupt aufgrund seines äußerst pragmatischen Zugangs
überaus schätze).
Trotz großer äußerer Unterschiede verfolgen alle mir
bekannten Religionen identische Ziele; insofern ist es nahe
liegend und am einfachsten, in der vertrauten Form zu
praktizieren. Ob ich nun beispielsweise buddhistische
Mantren singe oder den katholischen Rosenkranz rezitiere,
macht meines Erachtens keinen Unterschied; in beiden Fällen
kann eine tiefe Versenkung und ein Gefühl der Einheit mit
Gott resultieren.