Häufig gestellte Fragen

Allgemein

Yoga und Gesundheit

Yoga und Ernährung

Yoga und Spiritualität


Allgemein

  1. Was ist Yoga?
  2. Was macht man bei Yoga?
  3. Muss ich bei Yoga im Kreis sitzen und komische esoterische Texte singen?
  4. Welche Voraussetzungen hat Yoga?
  5. Ich bin eher unbeweglich. Kann ich Yoga machen?
  6. Heute macht schon fast jeder Yogavideos. Wozu soll ich in einen Yogaunterricht gehen?
  7. Ich kann heute Yoga in jedem Fitness Studio machen. Warum soll ich in ein Yoga Studio gehen?
  8. Wie finde ich den/die richtige/n Lehrer/in?
  9. Es gibt so viele Yogastile. Welcher ist der richtige?
  10. Yoga machen nur Frauen.
  11. Yoga ist ein Modetrend, der auch bald wieder out ist.

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Yoga und Gesundheit

  1. Ich bin gesund und fühle mich wohl. Warum soll ich Yoga machen?
  2. Kann ich Yoga machen, wenn ich die Regel habe?
  3. Kann ich Yoga machen, wenn ich Fieber habe?
  4. Ich habe Rückenbeschwerden. Kann ich Yoga machen?
  5. Ich habe Kniebeschwerden. Kann ich Yoga machen?
  6. Ich bin sehr gestresst. Hilft mir Yoga?
  7. Ich bin sehr unruhig und kann nicht stillsitzen. Soll ich es mit Yoga probieren?
  8. Ich habe hohen Blutdruck. Kann ich Yoga machen?
  9. Ich leide unter burn-out und/oder Depressionen. Kann mir Yoga helfen?

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Yoga und Ernährung

  1. Muß ich Vegetarier sein, um Yoga praktizieren zu können?

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Yoga und Spiritualität

  1. Ist Yoga eine Sekte?
  2. Muss ich Buddhist oder Hindu sein, um Yoga machen zu können?

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Was ist Yoga?

Yoga ist ein Zustand und ein Weg. Yoga ist Wachstum: körperliches Wachstum (Kraft und Beweglichkeit), psychisches Wachstum (Ruhe und Ausgeglichenheit) und geistiges Wachstum (Erkenntnis unserer Selbst). Yoga schafft Raum: Raum in der Wirbelsäule; zwischen den einzelnen Muskelfasern, Knochen und Gelenken; zwischen Zweifel und Vorstellungen; zwischen Emotionen und Reaktionen; und am wichtigsten, zwischen den Ohren. Dieser neue Raum inspiriert uns und lässt uns neue Einsichten gewinnen. Der Weg dorthin ist Üben; beharrliches, konzentriertes Üben.
Wie so häufig, gibt es viele Wege zum Ziel. Ein klassischer, in den Yogasutren von Patanjali beschriebener Weg ist ashtanga, der 8-stufige oder 8-gliedrige Pfad des Raja Yoga (nicht zu verwechseln mit Ashtanga Vinyasa Yoga, einem einflußreichen und aktuell populären Yogastil). Dieser besteht aus acht, aufeinander aufbauende Stufen, die den Yogi vom Groben zum Feinen, vom Körper zum Geist schulen und voranschreiten lassen. Die ersten zwei aktiven Stufen sind Asana, Körperhaltungen, und Pranayama, Atemübungen. Diese beiden Stufen werden typischer Weise in unseren Breiten unterrichtet, so auch in meinen Stunden.

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Was macht man bei Yoga?

In der ersten Zeit körperliche fordernde Übungen, je nach individuellen Bedürfnissen, mit Fokus auf einer koordinierten Atmung. Dadurch wird der Körper gekräftigt und gedehnt, und die Schüler lernen, mit dem Werkzeug Körper umzugehen.
Wer Lust und vor allem Zeit hat, sich tiefer auf Yoga einzulassen, legt in weiterer Folge eine stärkeren Fokus auf die Schulung von Atmung, Aufmerksamkeit und Konzentration. Dies dauert allerdings eine Weile; Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

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Muss ich bei Yoga im Kreis sitzen und komische esoterische Texte singen?

Um Gottes Willen nein, außer es macht Ihnen besonderen Spaß. Stille Meditation oder das Rezitieren von Mantren sind sehr fortgeschrittene Praktiken, die Anfängern wenig bringen. Salopp formuliert muss ich zuerst einmal lernen, aufrecht zu sitzen, bevor ich derartige Dinge probieren kann. Für fast alle von uns, die zuletzt als Kind frei gesessen sind, ist das ziemlich schwierig und wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Vielleicht werden Sie bis dahin neugierig, vielleicht auch nicht.

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Welche Voraussetzungen hat Yoga?

Wenige. Sie sollten keine akuten, schweren Verletzungen und kein Fieber haben. Für den Yogaunterricht benötigen sie bequeme, nicht zu weite Sportkleidung, idealerweise eine rutschfeste Hose, und Ihr Magen sollte nicht zu voll sein. Motivation und die Bereitschaft, von Ihrem Lehrer bzw. Ihrer Lehrerin zu lernen, schaden ebenfalls nicht.
Ihre Beweglichkeit und Ihr Trainingszustand sind gleichgültig. Wenn Sie bereit sind, sich auf eine Yogapraxis einzulassen, wird sich beides entwickeln. Wichtig ist, dass Sie Yoga niemals mit Leistungssport verwechseln. Sie üben ausschließlich für sich, für niemand anderen. Es gibt keinen Wettkampf, in dem der/die beste Yogi/n gekürt wird.

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Ich bin eher unbeweglich. Kann ich Yoga machen?

Selbstverständlich! Beweglichkeit ist keine Voraussetzung für Yoga, die kommt von alleine, wenn Sie bereit sind, einigermaßen regelmäßig zu üben. Wichtig sind nur etwas Motivation und die Bereitschaft, von Ihrem Lehrer bzw. Ihrer Lehrerin zu lernen. Viel wichtiger als die Fähigkeit zur Akrobatik - die als Selbstzweck sowieso keinen Platz im Yoga hat - ist die Fähigkeit, die eigenen Grenzen zu erspüren und an diesen Grenzen zu arbeiten.
Das ist für die meisten von uns Steifheit; für die sehr Beweglichen unter uns hingegen ist es oft mangelnde Spannung. In meiner Erfahrung ist es sogar wesentlich leichter, steife Schüler zu unterrichten, da diese über (zuviel) Körperspannung verfügen, als sehr bewegliche Schüler. Letztere müssen oft sehr hart arbeiten, um angemessene Körperspannung in den einzelnen Haltungen aufzubauen.

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Heute macht schon fast jeder Yogavideos. Wozu soll ich in einen Yogaunterricht gehen?

Videos sind eine wertvolles Medium, um komplexe, schwer beschreibbare Information zu transportieren. Doch auch ein Video erlaubt nur einen teilweisen und einseitigen Informationsfluss, ohne Möglichkeit zur Rückfrage und kompetenten Korrektur. Selbst einfache Asanapraxis (Körperhaltungen) kann - wenn sie nicht anatomisch und physiologisch korrekt ausgeführt wird - auf Dauer zu Überlastungserscheinungen und - im schlimmsten Fall - schweren Verletzungen führen.
Es ist daher kein Zufall, dass Yoga seit über 5000 Jahren von Lehrern an Schüler weitergegeben wird. Nur so kann sichergestellt werden - selbstverständlich nur dann, wenn der Lehrer bzw. die Lehrerin auch kompetent ist - dass Yoga in seiner ganzen Komplexität vermittelt werden kann.

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Ich kann heute Yoga in jedem Fitness Studio machen. Warum soll ich in ein Yoga Studio gehen?

Das Yogastudio bietet alle Vorteile der Spezialisierung. Im Regelfall sind in Yogastudios alle Hilfsmittel (Yogamatten, Klötze, Gurte, Kissen, Bänke, etc.) vorhanden, und es wird nach einem Kurssystem unterrichtet, das eine kohärenten Unterricht in homogenen Gruppen möglich macht. Im Regelfall sind die Verdienstmöglichkeiten im Yogastudio wesentlich besser (außer es handelt sich um einen hypermarktähnlichen Massenbetrieb), weshalb die Lehrer sich laufend fortbilden können und möglicherweise höher motiviert und besser qualifiziert sind.
Wenn Sie auf all diese Dinge keinen Wert legen, sind Sie in einem Fitness Studio sehr gut aufgehoben. Wenn nicht, suchen Sie sich ein Yogastudio, das Ihnen zusagt.

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Wie finde ich den/die richtige/n Lehrer/in?

Durch Suchen und Ausprobieren. Yoga wird seit über 5000 Jahren von Lehrern an Schüler weitergegeben. Aufgabe des Lehrers ist, nach bestem Wissen den Schüler auf seinem Yogaweg zu begleiten und voranschreiten zu lassen. Aufgabe des Schülers ist, dieses Angebot anzunehmen. Ganz entscheidend sind dabei persönliche Sympathie und Vertrauen in die Kompetenz des Lehrers bzw. der Lehrerin.
Ich persönlich hatte bislang bestimmt ein Dutzend Lehrer; von jedem dieser Lehrer habe ich profitiert, wenn auch nicht im selben Ausmaß. Heute glaube ich zu wissen, von wem ich im Augenblick profitieren kann. Es ist durchaus möglich, dass ich in ein paar Jahren ganz anders darüber denke.

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Es gibt so viele Yogastile. Welcher ist der richtige?

Der für Sie passt. Es gibt in der Tat sehr viele Stile und das ist auch gut so. Wir alle sind unterschiedlich, haben unterschiedliche Körperproportionen,  Erfahrungen und Bedürfnisse. Ein guter Unterricht sollte - soweit das in einer Gruppe möglich ist; Einzelunterricht wird für die meisten von uns zu teuer sein - auf diese Vielfalt eingehen können. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie das in Ihrem Unterricht bekommen, dann sind Sie vermutlich sehr gut aufgehoben.
Wenn Sie neugierig sind und Zeit haben, probieren Sie ein bisschen herum, schauen Sie sich unterschiedliche Stile und Lehrer bzw. Lehrerinnen an. Vielleicht entdecken Sie etwas Neues, das Ihnen in diesem Moment mehr zusagt.

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Yoga machen nur Frauen.

Stimmt nicht. Es ist gar nicht so lange her, dass Yoga ausschließlich Männern vorbehalten war. Eine der radikalsten Neuerungen Sri Krishnamacharyas war, dass er auch Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts in Yoga unterwiesen hat.
Allerdings scheint es in unserer Kultur tatsächlich so zu sein, dass Frauen wesentlich eher bereit sind, neue Dinge auszuprobieren. In meiner Erfahrung entwickeln aber die wenigen Männer, die sich auf Yoga einlassen, oft eine sehr große und dauerhafte Begeisterung (ich bin das beste Beispiel).

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Yoga ist ein Modetrend, der auch bald wieder out ist.

Gut möglich. Allerdings gibt es Yoga schon seit mehreren tausend Jahren und es wird wohl – Hype hin, Hype her – noch eine ganze Weile weiterexistieren, solange Yogi/ns von dieser Praxis profitieren. Nur weil plötzlich jedes Model und jeder Schauspieler, die etwas auf sich halten, auf Yoga machen, ändert das nichts am Wert der Yogapraxis. Im übrigen ist mir dies als Yogalehrer durchaus sehr angenehm, da die "Promis" dadurch viel Werbung für Yoga machen.

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Ich bin gesund und fühle mich wohl. Warum soll ich Yoga machen?

Auch wenn es vielfältige therapeutische Anwendungen von Yoga gibt, wendet sich Yoga grundsätzlich an Gesunde. Wenn Sie gesund und beschwerdenfrei sind, können Sie durch die Yogapraxis eine deutlich verbesserte Lebensqualität erlangen.

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Kann ich Yoga machen, wenn ich die Regel habe?

Ja, mit Einschränkungen. An den ersten zwei Tagen der Regel sollten anstrengende physische Übungen und alle intensiven Atemübungen vermieden werden. Es gibt eine Reihe von Körperhaltungen, die für dies Zeit empfohlen sind und eventuelle Regelbeschwerden mindern helfen.
Ab dem dritten Tag kann die Yogapraxis wieder langsam intensiviert werden.

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Kann ich Yoga machen, wenn ich Fieber habe?

Nein. Wenn wir Fieber haben, können wir unseren Körper und Heilungsprozess am besten unterstützen, indem wir uns Ruhe gönnen. Physische Anstrengungen sollten daher unbedingt vermieden werden! Es gibt aber eine spezielle Atemtechnik im Yoga, die kühlend und damit fiebersenkend wirkt. Diese wird bei Fieber empfohlen.

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Ich habe Rückenbeschwerden. Kann ich Yoga machen?

Ja. Sehr viele von uns haben Rückenbeschwerden, v.a. im Nacken und im unteren Rücken, da wir zu viel sitzen und uns zu wenig bewegen. Die Yogapraxis schult das Körperempfinden und lehrt uns einfache Grundprinzipien, wie wir unseren Rücken entlasten können. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl spezieller Körperübungen, die stabilisierend und ausgleichend wirken. Ein entsprechend qualifizierter Lehrer bzw. eine entsprechend qualifizierte Lehrerin kann Ihnen hier sehr effektiv helfen.
Nota bene
: Ich hatte sogar schon einen Bandscheibenvorfall im unteren Rücken. Dank einer entsprechend modifizierten Yogapraxis habe ich diese Beschwerden völlig in den Griff bekommen. Heute kann ich völlig beschwerdefrei üben und auch z.B. extreme Rückbeugen machen.

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Ich habe Kniebeschwerden. Kann ich Yoga machen?

Ja. Das Knie ist eines der am stärksten beanspruchten Gelenke in unserem Körper mit dem viele von uns Probleme haben. Die Yogapraxis schult das Körperempfinden und lehrt uns einfache Grundprinzipien, wie wir die Beanspruchung des Kniegelenks verringern können. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe spezieller Körperübungen, die stabilisierend und ausgleichend wirken. Ein entsprechend qualifizierter Lehrer bzw. eine entsprechend qualifizierte Lehrerin kann Ihnen hier sehr effektiv helfen.
Nota bene: Auch ich hatte zu Beginn meiner Yogapraxis starke Kniebeschwerden. Heute sind diese komplett verschwunden, und ich kann wieder alle Sportarten völlig beschwerdefrei ausüben.

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Ich bin sehr gestresst. Hilft mir Yoga?

Ja. Einfach gesagt kann ich Stress verbrennen und/oder die Entstehung von Stress an der Wurzel beeinflussen. Stress wird sehr effektiv durch intensive körperliche Anstrengung verbrannt, etwa durch Ausdauersport oder eine körperlich sehr fordernde Yogapraxis. Eine geeignet Yogapraxis kann aber mehr: Sie stabilisiert auch das autonome (unwillkürliche) Nervensystem. Dadurch kann die Entstehung von negativem Stress verringert werden. Ein entsprechend qualifizierter Lehrer bzw. eine entsprechend qualifizierte Lehrerin kann Ihnen ein geeignetes Übungsprogramm vermitteln.

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Ich bin sehr unruhig und kann nicht stillsitzen. Soll ich es mit Yoga probieren?

Ja. Vermutlich wird es für Sie zu Beginn wichtig sein, das aktuell unangenehme Anspannungsniveau zu reduzieren. In einem zweiten Schritt sollten Sie versuchen, an die Wurzeln der Anspannung heranzukommen und deren Entstehung entgegenwirken. Eine geeignete Yogapraxis kann Ihnen bei beiden Schritten sehr helfen.

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Ich habe hohen Blutdruck. Kann ich Yoga machen?

Ja. Geeignete Körper- und Atemübungen haben eine sehr positive, ausgleichende bzw. stabilisierende Wirkung auf unseren Kreislauf. Ein entsprechend qualifizierter Lehrer bzw. eine entsprechend qualifizierte Lehrerin kann Ihnen ein entsprechend angepasstes Übungsprogramm vermitteln.

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Ich leide unter burn-out und/oder Depressionen. Kann mir Yoga helfen?

Ja. In beiden Zuständen ist unser Energieniveau extrem niedrig und wir fühlen uns absolut ekelhaft in unserer Haut. Vorausgesetzt wir bringen die Kraft dazu auf, kann uns eine entsprechende Yogapraxis helfen, wieder ein positiveres Körpergefühl zu entwickeln, unser Energieniveau anzuheben und Anspannung bzw. Stress nachhaltig abzubauen. Dazu ist ein entsprechend angepasstes Übungsprogramm nötig, welches Ihnen ein entsprechend qualifizierter Lehrer bzw. eine entsprechend qualifizierte Lehrerin vermitteln kann.

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Muß ich Vegetarier sein, um Yoga praktizieren zu können?

Nein. Sie können nur Schnitzel, Schweinsbraten und Schmalzbrot essen, wenn es Ihnen schmeckt und gut tut.
Doch ernsthaft: Es gibt eine asketische und eine tantristische Yogatradition. Wie der Name schon sagt, hat in der asketischen Tradition der Verzicht einen zentralen Stellenwert. Im Gegensatz dazu kennt der Tantrismus sowohl Fleisch- als auch Alkoholkonsum.
Wenn Sie regelmäßig Yoga praktizieren, kann die resultierende feinere Körperwahrnehmung dazu führen, dass Sie auf bestimmte Speisen sensibler reagieren und sie Ihnen vielleicht nicht mehr schmecken. Ich z.B. esse sehr gerne eine Käsekrainer oder auch ab und zu Junk Food. Allerdings spüre ich inzwischen stärker, dass meine Verdauung und mein Organismus dann mehr zu arbeiten haben.

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Ist Yoga eine Sekte?

Nein, außer sie möchten eine daraus machen. Yoga ist eine Technik bzw. eine Menge von Techniken, die uns ermöglichen soll, zu wachsen und unser wahres Selbst zu erkennen. Was letzteres ist, kann ich nicht sagen, nachdem ich es bislang noch nicht kennen gelernt habe und es angeblich auch nur erlebt, nicht beschrieben werden kann.
Die meisten der Techniken, die für Menschen wie uns, die einen westlichen Lebensstil leben, relevant sind, haben keinerlei spirituelle Komponente. Erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium des Yogawegs kann die Beschäftigung mit Gott zu einem Thema werden, doch kann und soll dies in jeder Konfession erfolgen (siehe auch nächste Frage), entsprechend der kulturellen Prägung des/der Yogi/ns.

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Muss ich Buddhist oder Hindu sein, um Yoga machen zu können?

Nein. Die typische, westliche Yogapraxis enthält keinerlei spirituelle Elemente. Erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium kann Yoga durch die intensive Schulung von Geist auch zu einer spirituellen Praxis werden. Wie T.K.V. Desikachar in seinem wunderbaren Buch "Health, Healing, and Beyond: Yoga and the Living Tradition of Krishnamacharya" (deutsche Übersetzung) über das Leben und die Lehren seines Vaters Sri Krishnamacharya ausführt, gibt es keinen Grund und wäre es auch völlig widersinnig, in einer kulturfremden Form religiöse Praktiken auszuüben (wie ich Desikachar überhaupt aufgrund seines äußerst pragmatischen Zugangs überaus schätze).
Trotz großer äußerer Unterschiede verfolgen alle mir bekannten Religionen identische Ziele; insofern ist es nahe liegend und am einfachsten, in der vertrauten Form zu praktizieren. Ob ich nun beispielsweise buddhistische Mantren singe oder den katholischen Rosenkranz rezitiere, macht meines Erachtens keinen Unterschied; in beiden Fällen kann eine tiefe Versenkung und ein Gefühl der Einheit mit Gott resultieren. 

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creation date: 2007-12-31, last update: 2008-01-17